Ausflug nach Friedrichstadt

(AJ) 26 LandFrauen aus Tellingstedt und Umgebung machten sich am Dienstag, den 10. Mai nachmittags mit dem PKW auf den Weg in das nahegelegene Holländerstädtchen Friechrichstadt.

Zunächst waren wir mit der Stadtführerin Frau Ziemann am Markt verabredet. Sie begrüßte uns in holländischer Tracht und führte uns durch die historische Altstadt. Bei dem einstündigen Rundgang erhielten wir viele interesante Informationen.

Friedrichstadt wurde 1621 von ihrem Namensgeber Herzog Friedrich III von Schleswig-Gottorf gegründet. Herzog Friedrich III träumte davon, hier zwischen Eider und Treene eine neue Handelsmetropole zu errichten. Hierzu warb er vor allem Remonstranten an, die in ihrer niederländischen Heimat zu damaliger Zeit verfolgt wurden und gewährte ihnen unter anderem Glaubensfreiheit. Aufgrund der Religionsfreiheit siedelten sich im Laufe der Jahre weitere Konfessionen an. Heute gibt es noch 5 unterschiedliche Konfessionen in der Stadt. Der 30-jährige Krieg wenige Jahre später sorgte dafür, dass sich die Siedlung nur langsam entwickelte. Von damals zu heute hat sich die Bevölkerungszahl kaum verändert und liegt derzeit bei ca. 2.600 Einwohnern. Aus der großen Handelsmetropole wurde nichts.

Heute ist Friedrichstadt ein einzigartiges Kulturdenkmal, hierzu gehört zum Beispiel die einzige Remonstrantenkirche außerhalb der Niederlande. Einmal im Monat wird hier ein Gottesdienst in deutscher Sprache abgehalten. Das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser werden noch auf Holländisch gesprochen. Der Pfarrer/in kommt eigens aus den Niederlanden.

Hier in Friedrichstadt gibt es eine "Hebammenbrüch". Die Brücke verbindet die Stadt mit einer kleinen Insel namens "Barackenfenn". Sie wurde extra erbaut, damit die Hebammen schneller auf die Insel kamen. Die Inselbewohner waren recht fruchtbar, denn zeitweise lebten dort 16 Familien mit über 90 Kindern. Das aber ist lange her, heute werden die kleinen Giebelhäuser auf dem Eiland gern als Wochenenddomiziele genutzt. Weiter ging es in die Prinzenstraße vorbei an dem Doppelgiebelhaus aus dem Jahre 1624, dem Paludanushaus, welches heute von der dänischen Minderheit genutzt wird bis hin zur Marktpumpe mit dem blauen Brunnenhäuschen. Verse von          Klaus Groth zieren dieses Häuschen.

Jetzt hatte Petrus auch kein Einsehen mehr mit uns, es begann stärker zu regnen. Da kam die Kaffeepause gerade recht. Bei Kaffee und Friesentorte vertrieben wir uns die Zeit bis zum nächsten Programmpunkt.

Eine einstündige Grachtenfahrt auf den Kanälen und der Treene rund um und durch die Altstadt rundete den schönen und informativen Ausflug nach Friedrichstadt ab.

 

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Osterfrühstück im 'Snovit'

 

Osterfrühstück für Tellingstedter LandFrauen

 

(RH)  Am 01.04.2022 trafen sich nach langer Durststrecke 35 LandFrauen aus Tellingstedt und Umgebung im „Café Snövit“ und genossen ein hervorragendes und reichhaltiges Frühstück. Die liebevoll gedeckten Tische waren zusätzlich mit kleinen Osterhäschen geschmückt, die die 2. Vorsitzende, Marlies Maaßen, gefertigt hatte. Und nach einem kurzen Frühlingsgedicht ließen es sich die Damen nach Herzenslust schmecken.

 Im Anschluß referierte Kerstin Vollert aus Pahlen über Trittsicherheit und Sturzprävention, ein Thema, welches mit zunehmendem Alter an Wichtigkeit zunimmt. Mit kleinen praktischen Übungen wurde die vorhergehende Bildpräsentation untermauert. Hilfreich für einen sturzfreien Alltag werden auch die Prospekte zum Nachlesen sein.

 Die 1. Vorsitzende, Susann Sievers, stellte dann das in Kürze erscheinende neue Programm in Aussicht und den darin angebotenen Ausflug nach Friedrichstadt. Dorthin soll es am 10.05.2022 gehen und neben einer Stadtführung und Kaffeetrinken auch eine Grachtenfahrt geben.

 

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